Ein Land, das einst Klima-Vorreiter sein wollte, sieht sich plötzlich auf der Anklagebank.

Die Stimmung in Genf war frostig. Während kleinere Staaten ihre Pläne zur CO₂-Reduktion präzisierten, musste Deutschland zugeben, das selbstgesteckte 2030-Ziel wohl deutlich zu verfehlen.

Schweden, Dänemark und sogar Frankreich übten ungewohnt scharfe Kritik. „Wir brauchen Berlin als Lokomotive — keine Bremse“, hieß es aus diplomatischen Kreisen.

Bundesumweltminister versuchte, die Wogen zu glätten. Er kündigte ein Sofortprogramm für die Industrie an, Investitionen in Wasserstoff und einen schnelleren Ausbau der Windkraft. Doch Beobachter sind skeptisch, ob die Maßnahmen reichen.

Die Wirtschaft warnt vor zu strengen Vorgaben. Der Chef eines großen Stahlkonzerns sagte der Redaktion, weitere Auflagen würden Standorte gefährden. „Wir brauchen einen verlässlichen Pfad — keinen Zickzack-Kurs.“

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