Was sie macht, klingt fast zu einfach — und funktioniert doch besser als jede Profi-Methode.
Erika Bremer aus Bonn-Beuel ist 71 Jahre alt — und holt aus ihrem 30-Quadratmeter-Gewächshaus jedes Jahr eine Tomatenernte, von der Gärtnereien träumen. 800 Kilo, sagt sie nüchtern. Und im nächsten Jahr werden es mehr.
Trick eins: Sortenvielfalt. Sie zieht zwölf verschiedene Sorten parallel — von der robusten Roma-Tomate bis zur empfindlichen Ananastomate. So minimiert sie das Risiko bei Krankheiten und sorgt für eine lange Erntezeit.
Trick zwei: Brennnessel-Jauche. Selbst angesetzt, im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt, einmal pro Woche. „Das ist mein Geheimrezept“, verrät sie. „Riecht zwar furchtbar, aber die Tomaten lieben es.“
Die Hintergründe im Detail
Trick drei: Konsequentes Ausgeizen. Jeden zweiten Tag entfernt sie die Seitentriebe. So fließt die ganze Kraft der Pflanze in die Früchte. Was wie eine kleine Pflicht klingt, macht den größten Unterschied.
Was passiert mit der riesigen Ernte? Vieles geht an die Tafel, einiges an die Nachbarn. Den Rest kocht sie zu Soßen ein, die sie das ganze Jahr verschenkt. „Tomaten sind Glück. Und Glück soll man teilen“, sagt Erika.