Die jüngste Sonntagsfrage liest sich wie eine Kampfansage an das politische Establishment.

Aus dem Stand auf Platz drei: Die Newcomer-Partei „Bürger Bewegt“ hat in der aktuellen Umfrage von Infratest dimap einen Sprung von 4 auf 18 Prozent gemacht. Damit könnte sie bei der nächsten Bundestagswahl zum Königsmacher werden.

Ihre Stärke: ein junges Personal, klare Botschaften und eine massive Präsenz auf Social Media. Die Parteichefin, eine 34-jährige ehemalige Unternehmensberaterin, gilt als rhetorisches Talent — und als Idol einer ganzen Generation.

Die etablierten Parteien reagieren nervös. CDU und SPD verlieren jeweils drei Prozentpunkte, die Grünen sogar vier. Hinter den Kulissen wird bereits über Koalitionsoptionen spekuliert, die noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen wären.

Die Hintergründe im Detail

Politikwissenschaftler warnen davor, den Erfolg zu schnell zu erklären. „Es gibt eine massive Unzufriedenheit, aber auch eine Lust auf etwas Neues“, analysiert Professor Andreas Krell von der Uni Mainz.

Ob die Welle anhält, wird sich erst bei den nächsten Landtagswahlen zeigen. Klar ist: Das politische Berlin wird sich auf eine neue Konstellation einstellen müssen — und das schneller, als vielen lieb ist.