Was lange als Zukunftsmusik galt, ist jetzt Alltag in einer Hamburger Einrichtung — mit allen Chancen und Risiken.

Sie heißen „Otto“, „Klara“ und „Henry“ — drei humanoide Roboter, die seit zwei Wochen im Hamburger Seniorenheim „Auenpark“ arbeiten. Sie bringen Getränke, erinnern an Medikamente und führen einfache Gespräche.

„Die Bewohner haben sie sehr schnell akzeptiert“, berichtet die Heimleitung. „Manche unterhalten sich lieber mit Klara als mit den Pflegekräften — weil sie Zeit hat und nicht gestresst wirkt.“

Die Pflegerinnen und Pfleger sehen die neuen Kollegen mit gemischten Gefühlen. Einerseits sind sie entlastet, andererseits sorgen sie sich um ihren Beruf. „Wir werden gebraucht — aber vielleicht anders als bisher“, sagt eine 47-jährige Altenpflegerin.

Die Roboter kosten pro Stück 95.000 Euro. Hinzu kommen Wartung und Software-Updates. Trotzdem rechnet sich der Einsatz nach Berechnungen des Betreibers innerhalb von drei Jahren — wegen der dauerhaften Pflegekräfte-Knappheit.

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