Ein Meilenstein in der Quantenforschung — und Deutschland spielt erstmals in der Weltspitze mit.

Am Forschungszentrum Jülich ist es gelungen, eine komplexe Optimierungsaufgabe in 47 Sekunden zu lösen. Klassische Supercomputer hätten nach Berechnung der Wissenschaftler dafür über 5.000 Jahre gebraucht.

Das System nutzt 512 sogenannte Qubits — die Grundbausteine eines Quantencomputers. Es ist damit die leistungsfähigste Maschine ihrer Art außerhalb der USA und Chinas.

Anwendungen sieht das Team vor allem in der Pharmaforschung, der Materialwissenschaft und der Logistik. „Wir könnten die Entwicklung neuer Medikamente um Jahre verkürzen“, sagt die wissenschaftliche Leiterin.

Die Hintergründe im Detail

Auch die Industrie zeigt großes Interesse. Mehrere DAX-Konzerne haben bereits Forschungskooperationen vereinbart. Die Bundesregierung kündigte zusätzliche Fördermittel in Höhe von 800 Millionen Euro an.

Doch der Durchbruch hat eine Schattenseite: Quantencomputer könnten in einigen Jahren die heutige Verschlüsselung knacken. Banken, Geheimdienste und Behörden müssen sich auf eine neue Ära der Cybersicherheit vorbereiten.