Manche Geschichten klingen erfunden — und sind doch wahr. Diese gehört eindeutig dazu.

2008 wurde aus einem Privatmuseum in der Schweiz ein Gemälde gestohlen — geschätzter Wert: 3,2 Millionen Euro. Die Diebe blieben unbekannt, das Bild verschollen. Bis vor drei Wochen.

Auf einem Flohmarkt im französischen Lyon entdeckte ein deutscher Kunststudent das Werk. Es lag zwischen Babykleidung und altem Geschirr, der Preis: 35 Euro. Der Student fotografierte es, zeigte das Foto seinem Professor — und der erkannte das Bild sofort.

Was folgte, war eine kriminalistische Detektivarbeit. Die Spur führte zu einem inzwischen verstorbenen Belgier, dessen Erben das Gemälde im Nachlass entsorgt hatten — ohne zu ahnen, was sie da wegwerfen.

Das Museum reagiert überglücklich. Das Bild wird derzeit restauriert und soll im Herbst feierlich wieder ausgestellt werden. Der Student bekommt eine Belohnung — und eine zweijährige Stipendiumsstelle am Museum.

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