Auf einmal stand sie auf der Bühne — und die ganze Republik horchte auf.
Niemand hatte mit ihr gerechnet. Während die Wettbüros längst auf zwei etablierte Autoren gesetzt hatten, sicherte sich die völlig unbekannte Anneliese Wensky den wichtigsten Literaturpreis des Jahres — für ihren Debütroman „Schwimmen im Stillstand“.
Das Buch erzählt von einer jungen Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter in das fast leere ostdeutsche Dorf ihrer Kindheit zurückkehrt. Sprachlich präzise, emotional unerbittlich — die Jury lobte „eine literarische Stimme von seltener Klarheit“.
Schon kurz nach der Verkündung war der Roman in allen großen Online-Buchhandlungen ausverkauft. Der Verlag druckt im Eiltempo nach. Auch internationale Rechte sind bereits verkauft — in elf Länder.
Die Hintergründe im Detail
Wensky selbst zeigte sich überwältigt. „Ich habe das Buch nachts und am Wochenende geschrieben. Ich dachte nie, dass es jemand außer meinen Freunden liest.“ Heute steht sie im Mittelpunkt einer ganzen Branche.
Ihr nächstes Projekt ist bereits in Arbeit. Doch zunächst, sagt die Leipzigerin, brauche sie eine Pause. „Ich möchte jetzt erst mal in Ruhe ein Buch lesen — eines, das jemand anderes geschrieben hat.“