Die bayerische Landeshauptstadt zementiert ihren Ruf als teuerste Stadt Deutschlands — mit dramatischen Folgen für die Mittelschicht.

Im Schnitt 24,80 Euro pro Quadratmeter Neuvermietung — das ist der neue Rekordwert, den eine aktuelle Erhebung des Mietspiegelinstituts für die Münchner Innenstadt ausweist. Damit hat sich der Preis innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppelt.

Besonders dramatisch trifft es Familien. „Wir sind beide berufstätig, verdienen zusammen über 7.000 Euro netto — und finden trotzdem nichts unter 2.400 Euro Kaltmiete für drei Zimmer“, erzählt Lehrerin Theresa H. der Redaktion. Viele Bekannte zögen ins Umland, andere ganz aus Bayern weg.

Stadtplaner warnen vor einer schleichenden Entmischung: Pflegekräfte, Polizisten, Erzieherinnen — sie alle pendeln zunehmend aus dem Umland in die Stadt. Die soziale Balance kippt.

Aus dem Rathaus kommen erste Vorschläge: ein verschärfter Mietendeckel, eine kommunale Wohnungsoffensive mit 20.000 neuen Einheiten bis 2032, sowie eine Leerstandsabgabe für spekulativ gehaltene Wohnungen. Die CSU lehnt mehrere dieser Punkte ab — die Debatte verspricht Zündstoff.

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