Was lange unmöglich schien, ist jetzt Realität: Frauenfußball ist in der Mitte der Sportgesellschaft angekommen.

1.080.000 — diese Zahl steht symbolisch für einen historischen Moment. So viele Zuschauer haben in dieser Saison die Spiele der Frauen-Bundesliga in den Stadien verfolgt. Eine Verdoppelung gegenüber der Vorsaison.

Auch im Fernsehen explodieren die Zahlen. Spitzenspiele wie der Klassiker zwischen Wolfsburg und Bayern erreichen mittlerweile über 2,5 Millionen Zuschauer — Werte, die viele Männerspiele unterer Halbfinals nicht erreichen.

Der Erfolg hat viele Gründe. Bessere Vermarktung, prominente Trainerinnen, ein deutlich angehobenes spielerisches Niveau und nicht zuletzt der EM-Erfolg vor zwei Jahren. „Das war der Funke, der gefehlt hat“, sagt eine DFB-Funktionärin.

Die Hintergründe im Detail

Auch die Sponsoren stehen Schlange. Mehrere Großkonzerne haben langfristige Verträge mit Vereinen der Frauen-Bundesliga unterschrieben — teilweise höher dotiert als bei manchen Männer-Zweitligisten.

Die Spielerinnen profitieren. Die Durchschnittsgehälter haben sich in drei Jahren verdreifacht. Noch immer ist der Abstand zum Männerfußball enorm — aber er schrumpft. Endlich. Eine Entwicklung, die längst überfällig war.