Was lange als sportlicher Triumph gefeiert wurde, entpuppt sich als systematischer Betrug.
Drei Athleten, drei Medaillen, drei eingefrorene Proben — die jetzt positiv getestet wurden. Die Internationale Anti-Doping-Agentur sprach von einem „bedrückenden Fall“.
Unter den Betroffenen ist auch ein deutscher Leichtathlet, der bei den letzten Spielen Bronze gewonnen hatte. Seine Karriere ist damit faktisch beendet. Sein Trainerstab steht ebenfalls im Visier der Ermittler.
Der Deutsche Olympische Sportbund reagierte „bestürzt“. Man werde alle Konsequenzen ziehen und mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. Ein offener Brief an die deutschen Athleten ist in Vorbereitung.
Die Hintergründe im Detail
Die ganze Branche kämpft mit einem Glaubwürdigkeitsproblem. Sport-Soziologen warnen vor weiteren Vertrauensschäden — vor allem bei jungen Fans, die ihre Vorbilder gleich reihenweise stürzen sehen.
Trotzdem: Die meisten Athleten sind sauber. Das gerät in den Schlagzeilen oft in den Hintergrund. Vielleicht ist das die wichtigste Lektion aus diesem Skandal: Mehr Aufmerksamkeit für die ehrlichen Geschichten — und weniger für die, die betrügen.