Ein Match, das in die Tennisgeschichte eingehen wird — und ein Spieler, der über sich hinauswuchs.

Es war 23:48 Uhr in New York, als der entscheidende Punkt fiel. Der 23-jährige Deutsche fiel auf die Knie, das Publikum tobte, der bisherige Weltranglistenerste schüttelte ungläubig den Kopf. Endstand: 7:6, 4:6, 6:7, 7:6, 7:5.

Es war ein Match auf Messers Schneide. Im dritten Satz wehrte der Deutsche zwei Matchbälle ab — beide am Netz, mit waghalsigen Volleys. „Ich wusste, wenn ich heute hier weggehe, dann mit dem Sieg“, sagte er später.

Im Lager der Deutschen Tennis-Federation feierte man fast schon historisch. „Das könnte der Wendepunkt einer ganzen Karriere sein“, sagte der Sportdirektor sichtlich gerührt. Auch die Sponsoren reagieren — erste Werbeverträge werden schon nachverhandelt.

Im Halbfinale wartet jetzt der Spanier, der bisher seinerseits keinen Satz abgegeben hat. „Wir sehen uns in zwei Tagen — ausgeruht und kampfbereit“, twitterte der Deutsche nach dem Match. Eine Kampfansage, die in der Tennisszene aufmerksam registriert wurde.

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